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Die Zeitmachine - Film & Musik

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Die Zeitmachine

Film-Tipps

Die Zeitmaschine (1960) – Ein zeitloses Abenteuer

Der Film von George Pal aus dem Jahr 1960 gilt heute als einer der bedeutendsten Science-Fiction-Klassiker. Die Geschichte folgt dem Wissenschaftler George (Rod Taylor), der am Silvesterabend 1899 seinen Freunden von seiner Erfindung berichtet. Er reist in die Zukunft, erlebt die Weltkriege und schließlich die atomare Vernichtung der Zivilisation im Jahr 1966. Schließlich landet er im Jahr 802.701. Dort trifft er auf die Eloi – eine sanftmütige, aber völlig apathische Gemeinschaft – und ihre dunklen Gegenspieler, die unterirdisch lebenden Morlocks, die die Eloi wie Vieh halten.
The Time Machine (2002) – Trauma und Technik
Unter der Regie von Simon Wells, dem Urenkel des Buchautors, erhielt die Geschichte ein modernes Update. Hier ist der Protagonist Alexander Hartdegen (Guy Pearce) nicht nur von wissenschaftlicher Neugier getrieben, sondern von einem persönlichen Trauma: Er will den Tod seiner Verlobten ungeschehen machen. Da die Vergangenheit jedoch nicht veränderbar scheint, reist er in die Zukunft, um Antworten zu finden. Durch eine Katastrophe am Mond katapultiert er sich ebenfalls in das Jahr 802.701.

Die wesentlichen Unterschiede
Während beide Filme auf derselben Prämisse basieren, unterscheiden sie sich in Motivation und Weltbild:
  • Die Motivation: In der 1960er-Version ist George ein klassischer viktorianischer Entdecker, der die Menschheit durch Wissen voranbringen will. Im Jahr 2002 ist Alexander ein gebrochener Mann, der vor seinem Schmerz flieht und erst durch die Begegnung mit den Eloi eine neue Bestimmung findet.
  • Die Gesellschaft: Das Original spiegelt die Ängste des Kalten Krieges wider (Sirenen, atomarer Bunker-Instinkt). Das Remake fokussiert sich eher auf ökologische und technologische Hybris (die Zerstörung des Mondes durch Bergbau).
  • Die Morlocks: 1960 waren sie behaarte, blauhäutige Monster mit leuchtenden Augen – handgemachter Grusel. 2002 sind sie dank CGI und Make-up agiler, bedrohlicher und werden von einem „Über-Morlock“ (Jeremy Irons) angeführt, der intellektuell mit dem Zeitreisenden interagiert.
 
Die Helden und ihre Spielweise
Rod Taylor (1960): Taylor spielt den Helden mit einer Mischung aus viktorianischer Etikette und physischer Präsenz. Er ist der „Macher“, der mit Fäusten und Verstand für die Freiheit der Eloi kämpft. Sein George strahlt Optimismus und moralische Integrität aus – ein klassischer Held des goldenen Hollywood-Zeitalters. Guy Pearce (2002): Pearce liefert eine deutlich nervösere, verletzlichere Darstellung ab. Sein Alexander ist ein exzentrischer Intellektueller, der erst im Laufe des Films zum Helden wider Willen reift. Er wirkt moderner, gequälter und weniger sicher in seiner Rolle als Weltenretter, was ihn für ein heutiges Publikum nahbarer macht.

Qualitatives Urteil & Publikumsakzeptanz
  • 1960er-Version: Sie genießt absoluten Kultstatus. Die Oscar-prämierten Trickeffekte (das Zeitraffer-Wachsen der Blumen) haben eine magische Qualität, die auch heute noch begeistert. Das Publikum liebt den nostalgischen Charme und die klare moralische Botschaft.
  • 2002er-Version: Dieser Film spaltet die Gemüter. Während die visuellen Effekte und das Set-Design (besonders die Zeitmaschine selbst) gelobt werden, kritisierten viele Fans die Abweichungen von der philosophischen Tiefe des Originals zugunsten von Action-Szenen im letzten Drittel. Dennoch wird er heute oft als unterschätztes Abenteuer-Kino der frühen 2000er geschätzt.
 
Resümee und Empfehlung
Lohnen sich beide Filme? Ein klares Ja!
Das Original von 1960 ist ein Muss für jeden Cineasten. Es ist ein perfekt gealtertes Märchen über die menschliche Natur. Das Remake von 2002 bietet hingegen ein visuell beeindruckendes Spektakel mit einem großartigen Soundtrack von Klaus Badelt und einem charismatischen Bösewicht.
Empfehlung: Schaut euch zuerst das Original an, um die Wurzeln des Genres zu verstehen, und nutzt das Remake als spannende "Was-wäre-wenn"-Erweiterung mit modernen Schauwerten.
 
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