Interview Lance - Science Fiction von Barry Redhead

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Interview Lance

Science Fiction
Die rechte Hand des Space Command Leiters, Herbert Bentien, interviewt seinen ehemaligen Freund, Lance Buchanon, der als Berater in Sicherheitsfragen und mehr für den Premierminister der Hope Regierung und den angeschlossenen 19 Kolonien, Colin Younger, arbeitet.
 
Herbert:
Tag Lance.
Lance:
Herbert.
 
Herbert:
Mein Chef hat dich gegen meine Empfehlung für einen sehr speziellen Job angergiert, ist dir das nicht gegen den Strich gegangen wieder für das Space Command zu arbeiten?
 
Lance:
Nein. Ich bekomme ja etwas dafür, was mir wichtig ist und immer war.
 
Herbert:
Ach ja, das!
 
Lance:
Eben. Und außerdem war mein Leben als Berater eines Politikers ziemlich öde.
 
Herbert:
Aber Younger zahlt gut.
 
Lance:
Credits sind nicht alles.
 
Herbert:
Ich weiß, sonst würdest du nicht noch nebenher Geschichte an der Uni lehren.
 
Lance:
Stimmt. Das ist etwas Spaß nebenher.
 
Herbert:
Geschichte?
 
Lance:
Ja. Die meisten Menschen wissen seit die Menschen die Erde vor 100 Jahren verlassen haben nichts oder wenig über die Erde.
 
Herbert:
Wen interessiert das schon. Unsere jetzigen Kolonien machen genug Probleme.
 
Lance:
Weil wir keine Lehren aus der Vergangenheit ziehen.
 
Herbert:
Klugscheißer!
 
Lance:
Ist aber so.
 
Herbert:
Nein. Das sehe ich anders. Unsere Vorfahren haben vor 130 Jahren eine schmutzige und gefährlich ignorante Welt verlassen. Jetzt ist sie tot.
 
Lance:
Das weiß keiner so genau. Wo zum Beispiel ist die erste Kolonie geblieben?
 
Herbert:
Du meinst Paradies?
 
Lance:
Ja. Hope ist nur ein billiger Abklatsch von Paradies, eine Notlösung. Und Paradies wurde nie gefunden. Ein missglücktes Fiasko. Ich würde gerne mehr darüber erfahren, aber es gibt keine Data-Kristalle darüber, was damals vor 102 Jahren geschah.
 
Herbert:
Und, eben wegen dieser nutzlosen Neugier hast du uns im Space-Command im Stich gelassen. Und wo bist du heut? Bewacher und Berater für einen abgehalfterten Politiker, Younger.
 
Lance:
Abgehalftert trifft es, aber ich bin frei in meinen Entscheidungen und wenn es mir stinkt, dann gehe ich.
 
Herbert:
Warum auch nicht. Lass ruhig alle im Stich. Weglaufen ist ok. Tust du ja gern.
 
Lance:
Lass uns heute mal nicht streiten, sondern das Interview weiterführen. Das wolltest du doch.
 
Herbert:
Einverstanden. Wechseln wir zurück zum Interview.
 
Lance:
Wir starten jetzt erst wirklich damit.
 
Herbert:
Wenn du meinst. Was ist mit diesen Crashern los?
 
Lance:
Keine Ahnung. Früher hat man solche Gestalten Terroristen oder Piraten geschimpft. Diese sind nur viel zerstörerischer. Sie überfallen Kolonien, vor allem die Kleineren und nur abgelegene Ansiedlungen und hinterlassen nur Ruinen und viele Tote Siedler.
 
Herbert:
Eine sehr zerstörerische Kraft geht von diesen Crashern aus. Und wirklich Nützen tut es Ihnen auch nicht.
 
Lance:
Sie müssen sich niemandem unterordnen. Das ist deren Art zu Rebellieren.
 
Herbert:
Du sympathisierst mit Ihnen?
 
Lance:
Nein alles Idioten. Terror ist scheiße und etwas für Gehirnamputierte denn….
 
Herbert:
…es bringt nichts. Es ist eine Ansammlung von Irrglauben, Gier und Dummheit, die diese Crasher ausmacht.
 
Lance:
Lass uns dieses Gespräch beenden. Ich bin müde.  Über Looser die die Kolonien terrorisieren zu reden, bringt nichts. Niemand will es hören.
 
Herbert:
Doch die Menschen von Hope und auf den Kolonien.
 
Lance:
Den Kolonien ist es egal. Die wären froh wenn Hope die Soldaten oder soll ich Besatzer sagen, wieder abzieht.
 
Herbert:
Das ist Ihr einziger Schutz.
 
Lance:
Schutz oder Besatzung. Es sind Fremde die die Macht in die Kolonien tragen, und die Resourcen zu rauben. Es zählen nur die Interessen der Hope Regierung. Diktatur.
 
Herbert:
Aber ohne die finanzielle und militärische Hilfe von Hope würden die Kolonien draufgehen.
 
Lance:
Dann ist das so. Außerdem glaube ich, dass es umgekehrt ist. Hope benötigt die Ressourcen der Kolonien.
 
Herbert:
Ich glaube wir kommen hier nicht weiter. Ich hab noch viel Arbeit im Büro.
 
Lance:
Ja, lass es gut sein. Ich hab ein Raumschiff – Umbau zu begutachten.
 
Herbert:
Ach ja, die Denebola  Star.
 
Lance:
Neugierig?
 
Herbert:
Ehrlich?
 
Lance:
Ehrlich!
 
Herbert:
Ja. Habe lange kein Raumschiffboden mehr gefühlt.
 
Lance:
Du könntest und solltest. Ich mach dir ein Angebot.
 
Herbert:
Ein Angebot?
 
Lance:
Nicht hier. Zu viele Augen sind auf dieses Interview gerichtet. Später.
 
Herbert:
Später.
 
Lance:
Noch Feinde?
 
Herbert:
Denk drüber nach!


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